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Unsere Photo-Ausrüstung
Bei Turnieren werden wir immer wieder gefragt, mit welcher Ausrüstung wir fotografieren - man müsste ja wohl was "sehr Professionelles" haben, um so schöne Bilder hinzubekommen. Dem ist nicht ganz so - natürlich braucht man gutes Werkzeug um zu vernünftigen Ergebnissen zu kommen - aber ein alter Lehrsatz in der Fotografie lautet:
"Das Bild entsteht im Kopf - nicht in der Kamera"
Damit will ich sagen, dass man auch mit "billigen Knipsen" durchaus prima Fotos machen kann, und andererseits die teuerste Ausrüstung nicht hilft, wenn man kein Gefühl dafür entwickelt, was eigentlich alles auf dem Bild sein soll und wann der optimale Moment zum Abdrücken ist...
Was die richtige Auswahl einer Kamera für den Tanzsport betrifft, ist natürlich vieles auch eine Glaubens- und/oder Geldfrage.
Die wichtigsten Auswahlkriterien sind:
- Geringe Auslöseverzögerung, damit man die Bilder auch wirklich genau dann machen kann, wenn sich die schönsten Tanz-Positionen ergeben.
- Flotter und verlässlicher Auto-Fokus oder Manueller Fokus, der zusammen mit dem Zoom intuitiv bedient werden kann. (z.B. die legendären Dreh-/Schiebezooms aus der analogen Fotografie)
- Schnell bedienbarer Zoom - das ist leider mit motorisch bedienten Zooms über Schalter oder Wippen meist nicht der Fall. Wir bevorzugen Objektive, wo der Ausschnitt in althergebrachter Methode über einen Drehring eingestellt werden kann, das geht erheblich schneller und präziser.
- Ein leistungsfähiger Blitz am Besten mit TTL-Blitzsteuerung direkt über die Belichtungsmessung der Kamera (TTL="Through-The-Lens")
Die Leitzahl vom Blitz kann gar nie groß genug sein, da die manchmal riesigen Hallen viel Licht "schlucken" - ich denke die Untergrenze liegt bei etwa LZ=36. Aber das ist natürlich auch eine Frage der Qualität und Lichtstärke der eingesetzten Objektive. Wir arbeiten mit LZ54 und LZ58 Blitzgeräten.
Was überhaupt nicht wichtig ist:
- Megapixel !!! (Auch wenn Sie es mir nicht so ganz glauben werden)
3 bis 4 MPix reichen völlig für Ausbelichtungen in den Größen 10x15cm oder 13x18cm. 4 bis 6 Mpix reichen locker für 20x30cm. Den Beweis für diese These haben wir zig-tausendfach erbracht: Bis Ende 2007 sind *alle* unsere Bilder mit 4 bzw. 5 MPix Kameras gemacht worden. Die Voraussetzung ist allerdings, dass das Bild auch in allen anderen wichtigen Kriterien, wie Gestaltung, Schärfe, etc. einwandfrei in Ordnung ist.
Wer gelegentlich mal ein paar Bilder von einem befreundeten Tanzpaar machen möchte, kann mit Sicherheit auch mit sehr einfachem Equipment glücklich werden und prima Fotos produzieren. Für unseren Einsatz ist aber die maximal erreichbare Verarbeitungsgeschwindigkeit der Kamera ein fast noch wichtigerer Faktor, als alles andere: Wir müssen es verläßlich schaffen, in manchmal nur drei Tanzrunden von je 1 bis 1,5 Minuten (z.B. D-Klasse) mehrere akzeptable Bilder von allen Tanzpaaren auf der Fläche zu machen.
Wir haben uns für das Digitale Spiegelreflex-System von Olympus entschieden. Nicht weil Olympus die einzigen sind, die "vernünftige" und schnelle Digital-Kameras bauen, sondern weil sie im Bereich der digitalen Spiegelreflexkameras (D-SLR's) ein sehr gutes Preis- / Leistungsverhältnis haben und daher für uns aus wirtschaftlichen Überlegungen heraus der optimale Kompromiss zwischen Kosten und der erreichbaren Qualität und Geschwindigkeit sind.
Olympus E-System
- Das von Olympus zusammen mit einigen weiteren Herstellern vereinbarte "Four-Thirds-System" ist die technische Basis für ein neues D-SLR-Format: Darin werden die Sensor-Größe, der Objektiv-Anschluß und einiges mehr festgelegt, so dass man in Zukunft mit exakt auf diesen Standard gerechneten Objektiven von anderen Herstellern (z.B. Sigma) rechnen kann.
- Alle Brennweitenangaben im Four-Thirds (FT-) System müssen mit Faktor 2 multipliziert werden, um den im 35mm -KB- Format vergleichbaren Abbildungsmaßstab zu erhalten. Dies darf nicht mit dem "Verlängerungsfaktor" bei den Objektiven bzw. Bodies anderer D-SLR-Hersteller verwechselt werden! FT-Objektive sind genau auf den Bildkreis der Kamera gerechnet, es gibt keinen ungenutzten Rest zwischen Bildkreis-Durchmesser und Objektiv-Durchmesser.
- Damit ist das Olympus FT-Format quasi ein "Vollformat" mit einem Umrechnungsfaktor von 2,0 zum KB-Format - aber kein "Crop-Format".
- Derzeit arbeiten wir bzgl. Gehäuse mit der Olympus E-3 (10 MPix), sowie der E-30 (12 MPix)
- Folgende Objektive setzen wir ein:
- 12-60 mm an der E3 (entspricht 24-120mm KB)
damit machen wir die Mehrzahl unserer Bilder
- 40-150 mm (entspricht 80-300mm KB)
- Auf den Kameras haben wir entweder einen Olympus FL-Systemblitz,
oder einen Metz54 oder Metz58 mit dem passenden Olympus-Adapter (SCA3202) - beide mit Belichtungssteuerung über die Kamera
Aktuelle Diskussionen über die Digitalen Spiegelreflexkameras von Olympus gibt es unter: www.oly-e.de
Hier noch ein paar Bilder von unserer Ausrüstung:

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